Kultursonntage in der Alten Vogtei

Hier finden Sie die nächsten Veranstaltungen, die im Rahmen der Kultursonntage in der Vogtei zu Burgkunstadt stattfinden. 

Caprice - Ensemble sonorizzonte

Musik des 17. und 18. Jahrhunderts für Barockcello, Viola da Gamba und Theorbe aus England, Frankreich und Deutschland 

Ensemble sonorizzonte

Jessica Kuhn, Barockcello / Violoncello Piccolo

Arno Jochem de La Rosée, Viola da Gamba

Andreas Arend, Theorbe / Laute 

Zu ihrer Zeit waren sie ungemein populär: der Engländer John Jenkins zum Beispiel oder der Franzose François Couperin, die dem Zeitalter des Barock musikalischen Glanz verliehen haben. Bis heute fasziniert diese Musik, ihre Schönheit und ihre Harmonie, die nicht nur zum Genuss, sondern nachweislich auch zur Entspannung einlädt. Die Interpreten des Eröffnungskonzertes „Caprice“ sind ausgewiesene Spezialisten für Barockmusik und damit gern gesehene Gäste auf internationalen Musikfestivals. Barocke Meisterwerke haben sie für das Eröffnungskonzert der Kultursonntage ausgesucht. 

Programm:

John Jenkins                       Fantasia und Ayre in g-moll für 2 Gamben und Bass

Tobias Hume                       2 Stücke für Lyra-Viol „Touch me lightly“ – „Harke, Harke“

François Couperin               Duo aus „Les goûts-réunis“

Jakob Herman Klein            Sonate für Violoncello und Basso continuo op. 4

Robert de Visée                   aus dem Manuskript Vaudry de Saizenay

Marin Marais                       Suite in G für 2 Viole da Gamba und Basso Continuo

Johann Michael Nicolai        Sonate a-moll                                                         

Die Ende des 16. Jahrhunderts entstandene Theorbe ist ein Instrument aus der Lautenfamilie mit verlängertem Hals und mindestens 14 Saiten, was dem Instrument ein enorm großes Register und eine besondere Klangfülle verleiht. Die feine französische Musik vom Versailler Hof zu Zeiten Ludwigs XIV erklingt mit der Musik von Robert de Visée und der Suite des berühmten Marin Marais - persönlicher Gambist des „Sonnenkönigs“. Neben Gambe und Theorbe hören Sie hier das Violoncello piccolo, das aufgrund einer höher klingenden Besaitung (nämlich mit oberer e-Saite) eine der Gambe ähnliche Sonorität erhält.

Ebenfalls aus Frankreich stammt der nicht weniger angesehene Francois Couperin, Hofkomponist des „Sonnenkönigs“ und einer der wichtigsten musikalischen Persönlichkeiten zwischen Lully und Rameau. Und schließlich Jakob Hermann Klein aus Amsterdam, der seine technisch herausfordernden und innovativen Sonaten für Cello und Basso continuo unter dem Einfluss des Geigenvirtuosen Pietro Locatelli schuf. Mit Johann Michael Nicolai kehren wir nach Deutschland zurück in die harmonisch und kontrapunktisch reiche Klangwelt des thüringischen Geigers und Komponisten.

Seit 2008 ist Jessica Kuhn Solocellistin des Bayerischen Kammerorchesters und Mitglied von „Ensemble Plus“, Bregenz. Prägende Impulse erhielt sie in ihrem Studium in Deutschland und den USA. Konzertexamen bei Natalia Gutman. Ihre europaweite Konzerttätigkeit führte sie in berühmte Säle und zu internationalen Festivals. Im Mai 2018 fand eine Tournee nach New York und in verschiedene Städte Kanadas zusammen mit dem Klangforum Heidelberg statt. 

2019 stehen Auftritte beim Beethovenfest Bonn und bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen an. 2013 gründete Jessica Kuhn die Münchener Konzertreihe sonorizzonte, in der sie ihr breitgefächertes Repertoire von der Barockmusik bis zur Musik des 21. Jahrhunderts präsentiert. „Die Musikentdeckerin“ titelte die Süddeutsche Zeitung nach dem Eröffnungskonzert. 

Bild: (c)_Ana_Prada

Andreas Arend studierte Laute und Alte Musik an der Universität der Künste Berlin. Als Solist ist er mit Rezitals aus Werken für Renaissancelaute, Arciliuto, Barocklaute oder Chitarrone, etwa mit den Werken Johann Sebastian Bachs, aber auch spezifischen Komponisten für sein Instrument wie John Dowland oder Robert de Visée zu erleben. Andreas Arend fühlt sich aber auch in größer besetzten Ensembles zu Hause, wie dem Quartett chelycus, aber auch bei anderen Formationen, bis hin zum Orchester, wie dem Freiburger Barockorchester, mit dem er zahreiche CDs eingespielt hat. Er war Dozent für Laute und Alte Musik am königlichen Konservatorium zu Kopenhagen, und lehrt seit 2013 an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.

Bild: (c)_Stefan_Schweiger

Arno Jochem studiert Viola da Gamba und Barockcello an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel. Eingeladen in nahezu alle europäischen Länder, in die USA, nach Israel, Ägypten, Syrien, spielt er als Solist und Kammermusiker mit den namhaften Ensembles der Alten Musik in Konzert, Rundfunk und Fernsehen, sowie bei mehr als 90 CD-Aufnahmen.  Arno Jochem lebte von 1991 bis 2000 in Luxemburg und Paris, und unterrichtete während zwei Jahren Viola da Gamba und Ensemble am Konservatorium in Metz.

 

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